Eine positive Einstellung verzögert das Altern
Psychosoziale Faktoren so wichtig wie Gene und Gesundheit
Galveston
(13. September 2004) - Eine Studie der
University of Texas hat nachgewiesen, dass Menschen mit einer optimistischen
Lebenseinstellung seltener als Pessimisten Anzeichen von Gebrechlichkeit
zeigen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass psychosoziale Faktoren
genauso wie Gene und die körperliche Gesundheit eine Rolle bei der
Geschwindigkeit spielen, in der wir altern. Die Ergebnisse der Studie wurden
in dem Fachmagazin
Psychology and Aging veröffentlicht. Der leitende Wissenschafter Glenn Ostir
erklärte gegenüber BBC News Online, dass es eine Verbindung zwischen Geist
und Körper gebe. "Unsere Gedanken und Einstellungen beeinflussen die
körperlichen Funktionen sowie die Gesundheit allgemein, entweder über
direkte Mechanismen wie die Immunfunktionen oder indirekte wie soziale
Netzwerke."
Das Team führte Tests mit 1.558 älteren amerikanischen Mexikanern durch, um
festzustellen, ob ein Zusammenhang zwischen positiven Gefühlen und dem
Einsetzen der Gebrechlichkeit besteht. Zu Beginn der sieben Jahre dauernden
Studie waren alle Teilnehmer vergleichsweise gesund. Das Entstehen einer
Gebrechlichkeit wurde durch Faktoren wie Gewichtsverlust, Erschöpfung,
Gehgeschwindigkeit und Griffstärke festgestellt. Es zeigte sich, dass jene
Menschen, die eine positive Lebenseinstellung hatten, deutlich seltener in
Gefahr liefen gebrechlich zu werden. Weitere Forschungen seien jedoch
notwendig, um den genauen Zusammenhang festzustellen. Es wird jedoch
angenommen, dass positive Gefühle die Gesundheit direkt beeinflussen können,
in dem sie das chemische Gleichgewicht des Körpers verändern. Es kann auch
sein, dass eine optimistische Lebenseinstellung hilft, die Gesundheit eines
Menschen zu fördern, da so die Erfolgsaussichten im Leben ebenfalls
ansteigen. (pte/mm)
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