Gen verantwortlich für Erblindung
Risiko für Sehfehler nimmt mit steigendem Alter zu
Leeds (5. November 2004) - Wissenschaftler der
Universität Leeds
haben ein Gen entdeckt, das Erblindung hervorrufen kann. Die Forscher
hoffen, dass sie aufgrund der neuen Erkenntnis das Augenlicht von Tausenden
Betroffenen retten können. Durch die Verbesserung des Verständnisses für die
Gefäßentwicklung könnte der Durchbruch auch Licht auf die Entstehung anderer
Krankheiten wie die Bildung von Tumoren oder Arthritis werfen.
Carmel Toomes, die an den aktuellen Forschungstätigkeiten teilgenommen hat,
sagte, die Arbeit könne zu einer frühen Diagnose von Krankheiten führen, die
den lichtempfindlichen Teil des Auges betreffen. "Die Auswirkungen von
Blindheit sind verheerend", so Toomes. "Die Vorstellung, wie sich das Leben
verändern würde, ist erschreckend, aber für viele die Realität." Zudem würde
in fortgeschrittenem Alter einer von 50 einen signifikanten Sehfehler
entwickeln, wobei das Risiko mit zunehmendem Alter steigt.
Obwohl retinale Krankheiten meist nicht behandelbar sind und die Sicht nicht
wiedererlangt werden kann, kann der Sehverlust manchmal verhindert werden,
wenn er rechtzeitig diagnostiziert wird. Toomes bedient sich der Genetik, um
die Krankheit besser zu verstehen. Während es viele verschiedene Ursachen
für die unterschiedlichen Typen retinaler Blindheit gibt, sind zellulare
Prozesse oft gleichermaßen beteiligt. Toomes Gruppe studierte seltene
vererbte Formen retinaler Krankheiten, um die verbreiteten Formen von
Blindheit verstehen zu lernen, die durch das Wachstum abnormaler Blutgefäße
bei diabetischer Retinopathie und altersbedingter makulärer Dystrophie
bedingt werden. Die Forscher hoffen neue Behandlungsansätze für diese
Krankheiten zu entwickeln. (pte/mg)
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