Mit Infrarotlicht gegen Warzen
Innovative Methode zur Bekämpfung der Papillomvirus-Infektion
Jena (2. November 2004) - Wissenschaftler der Universität Jena haben
gezeigt, dass Warzen mit der Bestrahlung von wassergefiltertem Infrarot A (wIRA)
erfolgreich therapiert werden können. Demnach helfen bereits drei
Therapiezyklen im Abstand von drei Wochen, berichten die Forscher im "German
Medical Science", dem e-Journal der
Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften
AWMF.
Vulgäre Warzen (Verrucae vulgares) sind humane Papillomvirus-Infektionen (HPV),
die am häufigsten Hände und Füße befallen und die in der Lage sind, die
Lebensqualität zu beeinträchtigen. Derzeit gibt es rund 30
Therapieverfahren. Untersuchungen haben die positiven Ergebnisse der
Photodynamischen Therapie (PDT) mit sichtbarem Licht in der Therapie
unterstrichen. Wenn darüber hinaus wassergefiltertes Infrarot A (wIRA)
zusätzlich verwendet wird, erhöht sich die positive Wirkung.
Nach den jüngsten Ergebnissen an knapp 80 Patienten wurde deutlich, dass die
Behandlung mit wIRA eine deutliche Verbesserung brachte. Auch das Urteil von
Patient und Arzt und die subjektive Einschätzung des Empfindens waren in den
zwei Gruppen mit wIRA viel besser als in den zwei Gruppen ohne wIRA. Das in
der Studie beschriebene Therapieschema von Hand- und Fußwarzen erwies sich
als effektiv. Innerhalb des Therapieschemas zeigte sich wIRA als ein
nicht-invasives und schmerzloses Therapieverfahren als ein wichtiger,
effektiver Faktor, während die Photodynamische Therapie in der beschriebenen
Form nicht erkennbar - weder alleine (ohne wIRA) noch in Kombination mit
wIRA - zu einer klinischen Verbesserung beitrug. (pte/ww)
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