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Montag, 12. Mai 2008

 
 

 

Zinkmangel: Ein verkanntes Problem im Alter

Aktuelles aus der Praxis der Ernährungsberatung
 

Zinkmangel: Ein verkanntes Problem im Alter. Doch müssen nun Pillen ran? (Foto: abda)Aachen (9. November 2004) - Besonders Senioren sind für einen Zinkmangel anfällig, berichtet heute Diplom Oecotrophologin Judith Bünker von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Bad Aachen. Im fortgeschrittenen Alter liegt häufig eine verminderte Aufnahmefähigkeit für lebensnotwendige Nahrungsinhaltsstoffe wie Zink vor.

Ursachen haben oft ganz natürliche Gründe

Die Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten mit einer einseitigen, fleischarmen Ernährungsweise, die sich durch Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken ergeben, tragen ihr übriges dazu bei, erklärt der Gesellschaftssprecher Sven-David Müller-Nothmann. Die Folge ist eine Unterversorgung mit Zink, die einen Teufelskreis in Gang setzt: Der Zinkmangel löst einen Appetitmangel und Geschmacksstörungen aus was wiederum eine Verschlechterung des Ernährungszustandes nach sich zieht. Weitere Folgen einer defizitären Zinkzufuhr sind eine geschwächte Immunabwehr mit einer erhöhten Infektanfälligkeit, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme sowie eine verlangsamte Wundheilung.

Was sind die Symptome einer Unterversorgung?

Die Symptome einer Unterversorgung mit Zink ähneln denen einer Altersdemenz, was häufig zur Fehlinterpretation führt, so dass der Zinkmangel häufig unentdeckt bleibt. Auch ein Bezug zur Alzheimerkrankheit stellten Wissenschaftler fest. Die regelmäßige Einnahme von Zink verzögert den Verlauf dieser Erkrankung. Senioren, die an einem Zinkdefizit leiden, sind öfter krank. Patienten mit geringen Zinkkonzentrationen im Blut (kleiner 10,7 Mikromol pro Liter) erkranken häufiger an Atemwegsinfekten, Herzversagen, Magen- und Darm-Erkrankungen und Depressionen als Patienten mit einem normalen Zinkstatus, dieses ergab eine belgische Studie.

Zinkmangel im Alter! Was kann helfen: ein gutes Steak?? (Foto: (c) (Omaha Steaks)Wie können Sie Zinkmangel vorbeugen?

Das lebenswichtige Spurenelement Zink ist Bestandteil von über 200 Enzymen mit einer Vielzahl von wichtigen Wirkungen im Organismus. Da der Körper praktisch keine Zinkspeicher, die er bei einer Mangelversorgung mobilisieren könnte, enthält, ist eine kontinuierliche Zufuhr erforderlich. (Rind-) Fleisch ist eine der wichtigsten natürlichen Zinkquellen. Im Gegensatz zu pflanzlichen Lebensmitteln, in denen Zink in einem schlecht resorbierbaren Komplex vorliegt, ist es aus Fleisch besonders gut bioverfügbar weil es die Aminosäuren Cystein und Histidin enthält. Deshalb stellt Fleisch eine wesentliche Quelle zur Deckung des täglichen Bedarfs dar. Da besonders im Alter Zink ein kritischer Nahrungsinhaltsstoff ist, dessen Zufuhr mit der oft einseitigen Ernährungsweise nicht gewährleistet wird, kann eine Nahrungsergänzung erforderlich sein, so Bünker abschließend. (dt)

 

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Weitere Informationen

Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.

 

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