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Freitag, 9. Mai 2008

 
 

 

Bluttfettwerte

Das Schmiermittel der Natur?


Wie kommt es zu erhöhten Blutfettwerten?

Hauptursache sind unsere Ernährungsgewohnheiten, d. h. ein zu hoher Fett- und Zuckerkonsum. Dazu kommt noch die vorwiegend sitzende Lebensweise und der oft fehlende Ausgleich durch ausreichend Bewegung. Aber auch die erbliche Veranlagung spielt bei der Entstehung von Fettstoffwechselstörungen eine Rolle.


Was sind Blutfette?

Unser Blut transportiert Fette unterschiedlicher Art durch den Körper; die wichtigsten sind das Cholesterin und die Triglyceride. Sie haben eine wichtige Bedeutung für den Stoffwechsel, für die Energiegewinnung, die Zellbildung, die Gallensäuren, das Vitamin D und die Hormonproduktion. Triglyceride sind der Energiespeicher im Körper.

Das Fett, das wir täglich zu uns nehmen, besteht zum größten Teil aus Triglyceriden, die auch als "Neutralfette" bezeichnet werden. Der Triglyceridspiegel im Blut kann ansteigen, wenn zuviel Fett, zuviel Kohlenhydrate bzw. Zucker und Alkohol aufgenommen werden. Dies geschieht relativ schnell, d.h. innerhalb 30 min. Wenn die Triglycerid-Werte im Blut zu stark ansteigen, verschlechtert sich die Fließfähigkeit des Blutes. Dadurch wird langfristig die Entstehung der Arteriosklerose begünstigt.

Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann auf eine zu hohe  Cholesterinaufnahme mit der Nahrung ,vor allem tierischer Fette, oder auf eine überschüssige Cholesterinproduktion im Körper selbst zurückzuführen sein. Übergewicht, genetische Disposition, Folge schwerer anderer Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus und Bewegungsmangel tragen zur Erhöhung des Cholesterinspiegels bei. Der am häufigsten beteiligte und am leichtesten zu ändernde Faktor ist die Ernährung.

Es wird zwischen HDL-Cholesterin (High-density-Lipoprotein), dem sogenannten Guten Cholesterin und dem LDL-Cholesterin (Low-density-Lipoprotein ), dem schlechten Cholesterin unterschieden, wobei ersteres für den Abbau und letzteres für die Ablagerung des Cholesterins in den Arterien verantwortlich ist. Deshalb ist es wichtig auf ein gutes Verhältnis der beiden zueinander zu achten.

 
Als allgemeine Richtwerte gelten derzeit:
Cholesterin-Werte über 200 mg/ dl Blut gelten als erhöht
Cholesterin-Werte über 250 mg/dl Blut ist das Risiko an einem Herzinfarkt zu erkranken um das Doppelte erhöht.
Triglycerid-Werte über 200 mg/dl Blut gelten als erhöht
Triglycerid-Werte über 400 mg/dl Blut ist das Arterioskleroserisiko deutlich erhöht


Sollten bei Ihnen erhöhte Blutfettwerte festgestellt worden sein, gibt es einige wichtige Regeln für die Ernährungsumstellung:

Senken Sie den Gesamtfettverzehr auf höchstens 80 g pro Tag.
Senken Sie den Anteil tierischer Fette bei der Nahrungsaufnahme.
Erhöhen Sie den Anteil der pflanzlichen Fette.
Senken Sie bei erhöhtem Cholesterinspiegel die Cholesterinaufnahme mit der Nahrung auf unter 300 mg pro Tag.
Senken Sie bei erhöhtem Triglyceridspiegel die tägliche Kalorienzufuhr, nehmen Sie Kost zu sich, die arm ist an Zucker und kurzkettigen Kohlenhydraten, und verzichten Sie auf Alkohol.

 

Welche Fette sind in der Nahrung enthalten?
 

Die richtige Verteilung der Fette ist das Geheimnis.

Achten Sie auf die richtige Zusammensetzung der Nahrungsfette: Ein Drittel sollte aus gesättigten Fettsäuren (meist tierische Fette) bestehen, ein Drittel aus einfach ungesättigten (z.B. Olivenöl ) und ein Drittel aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Mais oder Distelöl ).


Der Cholesterinspiegel steigt, wenn zuviel gesättigte Fette, d. h. vor allem tierische Fette zugeführt werden. Je magerer Fleisch, Wurst und Milchprodukte sind, desto geringer ist der Anteil gesättigter Fette.
 
Cholesterinreich sind Butter, Schmalz, Speck, fettes Fleisch oder fette Wurstsorten, Innereien, Vollmilch., aber auch alle Krusten und Schalentiere wie Muscheln und Krabben. Cholesterin ist allerdings nicht nur in Fetten enthalten, sondern zum Beispiel auch reichlich in Eiern. Mit einem einzigen Frühstücksei decken Sie bereits die für einen ganzen Tag empfehlenswerte Cholesterinmenge.
 
Geeignet sind dagegen pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Maiskeimöl, Sonnenblumenöl, Distelöl oder Sojaöl oder daraus hergestellte Diätmargarine sowie Olivenöl, das einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren enthält. In Pflanzenprodukten ist kein Cholesterin enthalten.
 

  Kochen Sie fettarm, indem Sie Garmethoden bevorzugen, die mit wenig oder keinem Fett auskommen, z. B. durch die Verwendung beschichteter Pfannen, oder das Dünsten in Alufolie.
 
  Essen Sie mehr ballaststoffreiche Lebensmittel  wie Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Salat oder auch Weizenkleie  oder Metamucil® (in Apotheken erhältlich) in mageren Joghurt gerührt. Das trägt auch dazu bei, einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken. (Richtwert: 35 g Ballaststoffe pro Tag).

  Schränken Sie Ihren Zuckerverzehr ein, und verzichten Sie nach Möglichkeit auf Alkohol. Beides lässt die Triglycerid-Werte in die Höhe schnellen, bringt nur "leere Kalorien" und führt auf Dauer zu Übergewicht. Und Übergewicht ist ein eigenständiger Risikofaktor für Bluthochdruck und Arteriosklerose.



Was kann man noch tun um seine Diät zu unterstützen?

Knoblauch

Knoblauch kann helfen, das Risiko der Arteriosklerose zu vermindern. Um messbare Effekte zu erzielen, ist eine relativ hohe Dosis der speziellen antiarteriosklerotisch wirksamen Knoblauchinhaltsstoffe erforderlich. Um diese Dosis zu erreichen, müsste man - je nach Knoblauchsorte - täglich bis zu zehn Gramm frischen Knoblauch verzehren, über einen längeren Zeitraum.

Bei uns erhalten Sie aber auch standardisierte Fertigpräparate mit Knoblauch-Trockenpulver, Knoblauch-Presssaft oder ätherischem Knoblauchöl in entsprechender Zubereitung. Die Therapiedauer ist im Sinne der Vorbeugung bzw. der unterstützenden Behandlung nicht begrenzt.

Fischöl

Das Arterioskleroserisiko wird auch durch die Aufnahme von Fischöl, d. h. durch die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren gesenkt. Vor allem Kaltwasser/Tiefseefische, wie Makrelen, Heringe, Lachs und Thunfisch enthalten reichlich davon Um auf eine ausreichend hohe Dosis zu kommen, müssten Sie zwei bis drei Fischmahlzeiten pro Woche verzehren. Einfacher geht das mit Fischölpräparaten, die Sie bei uns in Form von Kapseln erhalten.
Knoblauch und Fischöl verbessern u. a. die Fließfähigkeit des Blutes und verhindern, dass sich Cholesterin an den Gefäßwänden ablagert.

Artischocken sind gesund


Eine verbesserte Ausscheidung, bzw. den Abtransport des schlechten Cholesterins HDL unterstützt die Einnahme von Artischockenpräparaten. Diese hochdosierten rein pflanzlichen Produkte führen, Kurweise angewendet, z. T. zu einer deutlichen Senkung der Blutfettwerte.
 

Hochdosierte Vitamine gegen erhöhte Bluttfettwerte.

Nicht zu einer erkennbaren Senkung der Werte, jedoch als überaus wichtiger Schutz für die Gefäße, führt die Einnahme von hochdosierten Vitamin C (mind. 500 mg/Tag) und Vitamin E (mind. 400 I.E./Tag). Diese verhindern als Antioxidantien, dass sich Cholesterin und Triglyceride an den Gefäßwänden festsetzen können. Generell sollten diese Vitamine bei Risikoerkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus und auch hier bei erhöhten Blutfettwerten nie fehlen.
 
Sollte eine konservative Behandlung mit Diät und pflanzlichen Produkten nicht nach ca. 6 bis 8 Wochen zu einer beruhigenden Verbesserung der Werte führen, ist ein Arztbesuch dringend angeraten, vor allem, wenn in der näheren Verwandtschaft  Herzinfarkte aufgetreten sind. Dieser kann Ihnen dann, falls nötig, eine medikamentöse Therapie mit Lipidsenkern verschreiben.


Unser Tipp

Eine regelmäßige Kontrolle Ihrer Bluttfettwerte ist sehr wichtig!


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