Bluttfettwerte
Das Schmiermittel der Natur?
Wie kommt es zu erhöhten
Blutfettwerten?
Hauptursache sind unsere Ernährungsgewohnheiten, d. h. ein zu hoher Fett- und
Zuckerkonsum. Dazu kommt noch die vorwiegend sitzende Lebensweise und der oft
fehlende Ausgleich durch ausreichend Bewegung. Aber auch die erbliche
Veranlagung spielt bei der Entstehung von Fettstoffwechselstörungen eine Rolle.
Was sind Blutfette?
Unser Blut transportiert Fette unterschiedlicher Art durch den Körper; die
wichtigsten sind das Cholesterin und die Triglyceride. Sie haben eine wichtige
Bedeutung für den Stoffwechsel, für die Energiegewinnung, die Zellbildung, die
Gallensäuren, das Vitamin D und die Hormonproduktion. Triglyceride sind der
Energiespeicher im Körper.
Das Fett, das wir täglich zu uns nehmen, besteht zum größten Teil aus
Triglyceriden, die auch als "Neutralfette" bezeichnet werden.
Der Triglyceridspiegel im Blut kann ansteigen, wenn zuviel Fett, zuviel
Kohlenhydrate bzw. Zucker und Alkohol aufgenommen werden. Dies geschieht relativ
schnell, d.h. innerhalb 30 min. Wenn die Triglycerid-Werte im Blut zu stark
ansteigen, verschlechtert sich die Fließfähigkeit des Blutes. Dadurch wird
langfristig die Entstehung der Arteriosklerose begünstigt.
Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann auf eine zu hohe Cholesterinaufnahme mit
der Nahrung ,vor allem tierischer Fette, oder auf eine überschüssige
Cholesterinproduktion im Körper selbst zurückzuführen sein. Übergewicht,
genetische Disposition, Folge schwerer anderer Erkrankungen wie z.B. Diabetes
mellitus und Bewegungsmangel tragen zur Erhöhung des Cholesterinspiegels bei.
Der am häufigsten beteiligte und am leichtesten zu ändernde Faktor ist die
Ernährung.
Es wird zwischen HDL-Cholesterin (High-density-Lipoprotein), dem sogenannten
Guten Cholesterin und dem LDL-Cholesterin (Low-density-Lipoprotein ), dem
schlechten Cholesterin unterschieden, wobei ersteres für den Abbau und letzteres
für die Ablagerung des Cholesterins in den Arterien verantwortlich ist. Deshalb
ist es wichtig auf ein gutes Verhältnis der beiden zueinander zu achten.
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Als allgemeine Richtwerte
gelten derzeit: |
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Cholesterin-Werte über |
200 mg/ dl Blut |
gelten als erhöht |
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Cholesterin-Werte über |
250 mg/dl Blut |
ist das Risiko an einem Herzinfarkt zu erkranken um das Doppelte erhöht. |
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Triglycerid-Werte über |
200 mg/dl Blut |
gelten als erhöht |
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Triglycerid-Werte über |
400 mg/dl Blut |
ist das Arterioskleroserisiko deutlich erhöht |
Sollten bei Ihnen erhöhte Blutfettwerte
festgestellt worden sein, gibt es einige wichtige Regeln für die
Ernährungsumstellung:
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Senken Sie den
Gesamtfettverzehr auf höchstens 80 g pro Tag. |
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Senken Sie den
Anteil tierischer Fette bei der Nahrungsaufnahme. |
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Erhöhen Sie den
Anteil der pflanzlichen Fette. |
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Senken Sie bei
erhöhtem Cholesterinspiegel die Cholesterinaufnahme mit der Nahrung auf
unter 300 mg pro Tag. |
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Senken Sie bei
erhöhtem Triglyceridspiegel die tägliche Kalorienzufuhr, nehmen Sie Kost zu
sich, die arm ist an Zucker und kurzkettigen Kohlenhydraten, und verzichten
Sie auf Alkohol. |
Welche Fette sind in der
Nahrung enthalten?
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Achten Sie auf die richtige Zusammensetzung der Nahrungsfette: Ein Drittel
sollte aus gesättigten Fettsäuren (meist tierische Fette) bestehen, ein
Drittel aus einfach ungesättigten (z.B. Olivenöl ) und ein Drittel aus
mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Mais oder Distelöl ).
Der Cholesterinspiegel steigt, wenn zuviel gesättigte Fette, d. h. vor allem
tierische Fette zugeführt werden. Je magerer Fleisch, Wurst und Milchprodukte
sind, desto geringer ist der Anteil gesättigter Fette.
Cholesterinreich sind Butter, Schmalz, Speck, fettes Fleisch oder fette
Wurstsorten, Innereien, Vollmilch., aber auch alle Krusten und Schalentiere wie
Muscheln und Krabben. Cholesterin ist allerdings nicht nur in Fetten enthalten,
sondern zum Beispiel auch reichlich in Eiern. Mit einem einzigen Frühstücksei
decken Sie bereits die für einen ganzen Tag empfehlenswerte Cholesterinmenge.
Geeignet sind dagegen pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil an mehrfach
ungesättigten Fettsäuren wie Maiskeimöl, Sonnenblumenöl, Distelöl oder Sojaöl
oder daraus hergestellte Diätmargarine sowie Olivenöl, das einen hohen Anteil an
einfach ungesättigten Fettsäuren enthält. In Pflanzenprodukten ist kein
Cholesterin enthalten.
Kochen Sie fettarm, indem Sie Garmethoden bevorzugen, die mit wenig oder keinem
Fett auskommen, z. B. durch die Verwendung beschichteter Pfannen, oder das
Dünsten in Alufolie.
Essen Sie mehr ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Obst,
Gemüse, Salat oder auch Weizenkleie oder Metamucil® (in Apotheken erhältlich)
in mageren Joghurt gerührt. Das trägt auch dazu bei, einen erhöhten
Cholesterinspiegel zu senken. (Richtwert: 35 g Ballaststoffe pro Tag).
Schränken Sie Ihren Zuckerverzehr ein, und verzichten Sie nach Möglichkeit auf
Alkohol. Beides lässt die Triglycerid-Werte in die Höhe schnellen, bringt nur
"leere Kalorien" und führt auf Dauer zu Übergewicht. Und Übergewicht ist ein
eigenständiger Risikofaktor für Bluthochdruck und Arteriosklerose.
Was kann man noch tun um
seine Diät zu unterstützen?
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Knoblauch kann helfen, das Risiko der Arteriosklerose zu vermindern. Um messbare
Effekte zu erzielen, ist eine relativ hohe Dosis der speziellen antiarteriosklerotisch wirksamen Knoblauchinhaltsstoffe erforderlich. Um diese
Dosis zu erreichen, müsste man - je nach Knoblauchsorte - täglich bis zu zehn
Gramm frischen Knoblauch verzehren, über einen längeren Zeitraum.
Bei uns erhalten Sie aber auch standardisierte Fertigpräparate mit
Knoblauch-Trockenpulver, Knoblauch-Presssaft oder ätherischem Knoblauchöl in
entsprechender Zubereitung. Die Therapiedauer ist im Sinne der Vorbeugung bzw.
der unterstützenden Behandlung nicht begrenzt.
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Das Arterioskleroserisiko wird auch durch die Aufnahme von
Fischöl, d. h. durch
die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren gesenkt. Vor allem
Kaltwasser/Tiefseefische, wie Makrelen, Heringe, Lachs und Thunfisch enthalten
reichlich davon Um auf eine ausreichend hohe Dosis zu kommen, müssten Sie zwei
bis drei Fischmahlzeiten pro Woche verzehren. Einfacher geht das mit
Fischölpräparaten, die Sie bei uns in Form von Kapseln erhalten.
Knoblauch und Fischöl verbessern u. a. die Fließfähigkeit des Blutes und
verhindern, dass sich Cholesterin an den Gefäßwänden ablagert.
Eine verbesserte Ausscheidung, bzw. den Abtransport des schlechten Cholesterins
HDL unterstützt die Einnahme von Artischockenpräparaten. Diese hochdosierten
rein pflanzlichen Produkte führen, Kurweise angewendet, z. T. zu einer
deutlichen Senkung der Blutfettwerte.
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Nicht zu einer erkennbaren Senkung der Werte, jedoch als überaus wichtiger
Schutz für die Gefäße, führt die Einnahme von hochdosierten Vitamin C (mind. 500
mg/Tag) und Vitamin E (mind. 400 I.E./Tag). Diese verhindern als Antioxidantien,
dass sich Cholesterin und Triglyceride an den Gefäßwänden festsetzen können.
Generell sollten diese Vitamine bei Risikoerkrankungen, wie Bluthochdruck,
Diabetes mellitus und auch hier bei erhöhten Blutfettwerten nie fehlen.
Sollte eine konservative Behandlung mit Diät und pflanzlichen Produkten nicht
nach ca. 6 bis 8 Wochen zu einer beruhigenden Verbesserung der Werte führen, ist
ein Arztbesuch dringend angeraten, vor allem, wenn in der näheren
Verwandtschaft Herzinfarkte aufgetreten sind. Dieser kann Ihnen dann, falls
nötig, eine medikamentöse Therapie mit Lipidsenkern verschreiben.

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