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Freitag, 9. Mai 2008 |
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Die Suche nach der idealen Verhütungsmethode ist beinah so alt wie die Menschheit selbst. Sie müsste 100-prozentig zuverlässig, ohne Nebenwirkungen und einfach anzuwenden sein. Bis heute ist die moderne Wissenschaft noch nicht in der Lage, eine Methode zu entwickeln, die allen diesen Anforderungen gerecht wird. Dennoch erweitert sich das Spektrum der zur Verfügung stehenden Methoden ständig, wodurch überwiegend immer noch die Frau die Chance oder auch die Qual der Wahl hat. Der Pearl-Index gibt die Zahl der ungewollten Schwangerschaften, die auftreten, wenn 100 Frauen ein Jahr lang eine bestimmte Methode anwenden (entspricht 1200 Anwendungsmonaten)
1. Sicher und beliebt: hormonelle VerhütungsmittelMehr als fünfzig Prozent der Frauen in Deutschland verhüten mit der Anti-Baby-Pille. Sie ist damit das am häufigstem verwendete Verhütungsmittel. Die meisten der über 60 verschiedenen Pillenpräparate, die es derzeit in Deutschland gibt, enthalten eine Kombination der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen. Die beiden Hormone ergänzen sich in ihrer empfängnisverhütenden Wirkung: Die erhöhte Konzentration an Östrogen im Körper täuscht dem Körper eine Schwangerschaft vor. Dadurch unterbleibt das Signal des Gehirns an die Eierstöcke, ein neues Ei reifen zu lassen, und so wird der Eisprung, die Ovulation, verhindert, weshalb man östrogenhaltige Pillenpräparate auch als Ovulationshemmer bezeichnet. Die Gestagene tragen zur Bildung eines zähen Schleimtropfs am Muttermund bei, der eine mechanische Barriere für Samenzellen darstellt. Je nach Zusammensetzung der Hormone unterscheidet man verschiedene Arten von Ovulationshemmern. Am gängigsten ist die sogenannte Einphasenpille, bei der die Frau 21 Tage lang eine festgelegte Kombination von Östrogen und Gestagen einnimmt. Nach 21 Tagen folgt eine siebentägige Einnahmepause, in der es zur Blutung kommt. Eine andere Form ist die Zweiphasenpille, bei der die Kombination der
Hormone dem natürlichen Monatszyklus angepasst ist. In der ersten Phase
enthält die Pille zunächst nur Östrogen, in der zweiten Phase zusätzlich
auch Gestagen. Dreiphasenpräparate enthalten daher von Anfang an sowohl Östrogen als auch Gestagen, allerdings in drei unterschiedlichen Dosierungen. Die sogenannte Minipille enthält überhaupt kein Östrogen, sondern nur
Gestagen. Damit diese Form der Pille sicher ist, muss sie jeden Tag exakt zur
gleichen Zeit eingenommen werden. Die Einnahmezeit darf höchstens drei
Stunden überschritten werden, was in der Hektik des Alltags nicht immer
gewährleistet werden kann.
WICHTIG!
Pannen - was tun?
Der häufigste Anwendungsfehler ist das Vergessen der Pille. Wie lange Sie die Einnahme nachholen können, hängt vom Präparat ab. Bei Einphasenpillen kann die Pille innerhalb von zwölf Stunden nachgenommen werden, der Empfängnisschutz bleibt bestehen. Bei Zweiphasenpillen liegt der Zeitraum bei sechs Stunden. Wenn die übliche Einnahmezeit jedoch um mehr als den angegebenen Zeitraum überschritten worden ist, sollten bis zur nächsten Blutung zusätzlich noch andere Verhütungsmittel wie Kondome oder Schaumzäpfchen verwendet werden. Nehmen Sie die Pille aber trotzdem weiter, da es sonst zu unangenehmen Blutungen kommen kann. Wenn Sie zweimal die Einnahme vergessen haben, dann sollten Sie die Pille nicht weiter einnehmen, sondern nach sieben Tagen erneut mit der Pilleneinnahme beginnen. Ähnliches gilt, wenn Sie innerhalb von 2 Stunden nach Pilleneinnahme erbrechen mussten oder wenn es bis zu 12 Stunden nach der Einnahme zu Durchfall gekommen ist. Die Pille ist mit gutem Grund verschreibungspflichtig. Denn eine Reihe von Arzneimitteln können die Wirkung der Pille verringern oder sogar aufheben. Dazu gehören unter anderen bestimmte Schlaf- und Beruhigungsmittel, Antibiotika und Mittel gegen Epilepsie. Die Pille danach ist keine AlternativeMan gibt sie nur dann, wenn eine Frau während der fruchtbaren Zeit ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte, so dass die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft besteht. Durch die rechtzeitige Einnahme von 4 Tabletten einer hochdosierten Östrogen-Gestagen-Kombination kann die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verhindert werden. Die ersten 2 Tabletten sollten bis spätestens 48 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Die Versagerate beträgt 1 bis 2 Prozent.
2. Schwangerschaftsverhütung mit der Temperatur-Methode
Um den Anstieg der Temperatur sicher herauszufinden, muss man jeden Morgen vor dem Aufstehen die Aufwachtemperatur messen und den Wert in ein Kurvenblatt eintragen. Anhand der einzelnen Messwerte kann man eine Temperaturkurve ermitteln, aus der sich der Eisprung nachträglich ermitteln lässt. Jedoch lässt sich der Eisprung nicht im voraus ermitteln.
Unter Berücksichtigung eines ausreichenden Sicherheitsspielraums ist ein
ungeschützter Geschlechtsverkehr drei Tage nach dem Anstieg der Temperatur
möglich. Diese Variante ist die streng angewendete Basaltemperaturmethode. Daneben gibt es eine erweiterte Form, die die unfruchtbare Phase am Anfang
eines jeden Monatszyklus berücksichtigt. Dazu werden die Temperaturkurven
von mindestens zwölf Monaten ausgewertet. Vom frühesten Temperaturanstieg,
der in dieser Zeit ermittelt worden ist, werden sechs Tage abgezogen. Der so
errechnete Termin gilt als erster Tag, an dem zusätzlich mit anderen
Methoden verhütet werden muss. Ihr frühester Temperaturanstieg also auf den
15 Tag des Zyklus fällt, beginnt ab dem neunten Tag die Fruchtbare Phase. Auf folgende Punkte müssen sie bei der Temperatur-Messung achten:
Zuverlässige Temperaturwerte erhalten Sie auch nur dann, wenn Sie in der Nacht zuvor mindestens sechs Stunden geschlafen haben. Auch Aufregung, Stress oder eine Erkältung können die Aufwachtemperatur beeinflussen. Deshalb sollten Sie solche Ereignisse auf Ihrem Kurvenblatt vermerken. Damit können Sie - ganz gleich, ob Sie verhüten oder Nachwuchs planen - Ihren Zyklus beobachten und Ihre fruchtbare Phase bestimmen. Auf das Messen können Sie nicht verzichten, aber z. B. beim Cyclotest EASY werden bis zu 99 Messungen vorgemerkt. So können Sie das Messergebnis noch nach über drei Monaten ansehen - mit Zuordnung des richtigen Zyklus- und Kalendertages. Sie haben also jede Zeit der Welt, die digital angezeigten Ergebnisse in ein Kurvenblatt einzutragen.
3. Schwangerschaftsverhütung mit der Hormonmessungs-Methode
Wenn Persona weitere Informationen benötigt, schaltet der Monitor auf gelb. Das heißt, dass die Frau einen einfachen Urintest durchführen muss. Dazu hält sie ein Teststäbchen in den Morgenurin und legt es dann zur Auswertung in den Leseschlitz des Handmonitors. Nach fünf Minuten zeigt Persona an, ob es sich um einen roten oder einen grünen Tag handelt. Im ersten Anwendungsmonat benötigt Persona 16 Urintests. Ab den zweiten Zyklusmonat werden nur noch acht Urintest verlangt. Als einziges Verhütungssystem ist Persona in der Lage, die fruchtbare Phase im Monatszyklus der Frau anhand von Hormonmessungen zu ermitteln. Das System ermittelt die Konzentration zweier Hormone im Morgenurin - das Erstron-3-Glucuronids (E3G) und des luteinisierenden Hormons (LH). Der Anstieg der E3G-Konzentration signalisiert den Beginn der fruchtbaren Phase. Eine steigende Estradiol-Konzentration bewirkt die Produktion von Zervixschleim. Dieser unterstützt das Überleben des Spermiums sowie den Spermientransport in die Richtung Eizelle. Der Anstieg der LH-Konzentration bestimmt das Ende der fruchtbaren Phase. Persona erkennt diese Hormonveränderung und wertet sie entsprechend aus. Persona hat eine Zuverlässigkeit von 94 Prozent. In den ersten Monaten der Anwendung muss man mit 12 bis 15
"roten" Tagen
rechnen, da sich Persona zunächst mit Ihrem individuellen Monatszyklus
vertraut machen muss. Danach sind es normalerweise nur noch 6 bis 10 "rote"
Tage. Die Einnahme von Antibiotika, die Tetrazyklin als wirksamen
Bestandteil enthalten, kann die Zuverlässigkeit von Persona beeinträchtigen.
Persona ist nicht geeignet für Frauen:
4. Schwangerschaftsverhütung mit der Intrauterinpessar (IUP)
Daneben gibt es noch Pessare, die ein Hormondepot enthalten, das sie über einen Zeitraum von etwa einem Jahr freisetzen. Kupferpessare schützen für etwa zwei bis drei Jahre. Nicht jede Frau verträgt das Pessar gut. Nach dem Einsetzen besteht die Möglichkeit von Schmierblutungen oder von Unverträglichkeitsreaktionen.
5. Mechanische Methoden: Kondom, Diaphragma und die Portiokappe
Kondome bestehen aus dem hauchdünnen Gummimaterial Latex. Wichtig ist auch das
Haltbarkeitsdatum, da Kondome nach etwa fünf Jahren durchlässig werden. Der
wichtigste Vorteil besteht darin, dass Kondome vor sexuell übertragbaren
Krankheiten schützen.
Damit das Kondom zuverlässig schützt, müssen Sie folgende Dinge beachten:
Das Diaphragma wird normalerweise kurz vor dem Geschlechtsverkehr eingelegt. Es kann auch schon bis zu sechs Stunden vorher eingesetzt werden.
6. Chemische VerhütungsmethodenZu den Chemischen Mitteln zur Verhütung gehören Vaginalcremes, Schaumovula oder beschichtete Scheidenschwämme. Alle diese Mittel überziehen den Muttermund mit einem zähen Schleim, der die Samenzellen unbeweglich macht und sie zudem abtötet. Alle diese Mittel müssen zehn Minuten vor dem Verkehr tief in die Scheide
eingebracht werden.
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